Erkrankungen des Bewegungsapparates führen zu Schmerzen, Funktionseinschränkungen und Verlust an Lebensqualität

Über 40 Prozent der Deutschen leiden an mindestens einer chronischen Erkrankung. Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören in Deutschland zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Sie sind die führende Ursache von chronischen Schmerzen, körperlichen Funktionseinschränkungen und Verlust an Lebensqualität. (Quelle: Robert-Koch-Institut, 2015)

Das heutige Gesundheitswesen ist in die Jahre gekommen

Der Sachverständigenrat für Konzertierte Aktionen im Gesundheitswesen stellte bereits 2001 fest, dass unser aktuelles Gesundheitswesen nicht auf die Behandlung chronischer Erkrankungen (und damit der meisten Beschwerden am Bewegungsapparat; meine Anmerkung) eingestellt ist. Insofern ist nicht verwunderlich, dass chronische Erkrankungen in medizinischen Fachkreisen als nicht heilbar angesehen werden.

Medizin ist nicht alles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht einen engen Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen und Lebensgewohnheiten. (Quelle: WHO 2012-2016)

Aus der Versorgungsforschung ist schon lange bekannt, dass der medizinische Einfluss auf die Gesundheit bei nur zehn bis 40 Prozent liegt. (Quelle: Monitor Versorgungsforschung, 2008)

Psychische und körperliche Gesundheit hängen eng zusammen. Das wusste man schon im antiken Griechenland und in den jahrtausendealten Kulturen in China und Indien. Fast jeder muss heute hohe Anpassungsleistungen an eine immer schneller, voller und lauter werdende Welt erbringen. Durch mangelhafte Fähigkeiten weisen mittlerweile ein Drittel der Deutschen pro Jahr eine psychische Störung auf (Quelle: Robert-Koch-Institut, 2013).

Psychische Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten stehen dabei sehr eng mit körperlichen Erkrankungen und chronischen Stress zusammen. (Quelle: Robert-Koch-Institut, 2015)

Es wird Zeit zum Besinnen – Selbst ist der Mann und die Frau!

Die moderne Apparatemedizin hinkt den gesellschaftlichen Entwicklungen weit hinterher. Insbesondere psychische und Stresserkrankungen finden weiterhin keine ausreichende Würdigung bei der Behandlung körperlicher Beschwerden.

Vor allem eine Integration ganzheitlicher traditioneller Verfahren, der Psychosomatik und der Umweltmedizin in die medizinischen Behandlungskonzepte ist überfällig. Dabei sind natürlich auch moderne schulmedizinische Verfahren willkommen.

Leider verhindern unnötige Grabenkämpfe zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin eine überfällige Lösung unserer Probleme in der Behandlung von modernen Krankheitsbildern. Somit ist der Patient selbst in der Verantwortung, den geeigneten Therapeuten und das passende Behandlungskonzept zu finden. Bei einem überwiegend auf wirtschaftlichen Kennzahlen basierenden Gesundheitswesen wird sich eine solche Behandlung fast ausschließlich außerhalb der Gesetzlichen Krankenkassen abbilden lassen.