Arzneimittel und Mikronährstoffe

Die Einnahme von bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln kann unerwünschte Arzneimittelwirkungen mildern oder sogar vermeiden.

Eine Vielzahl von MUnbenannt (1).pngedikamenten führt zu Störungen des Mikronährstoffhaushaltes, insbesondere bei längerer Einnahme, Kindern und Senioren. Mikronährstoffe sind in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die zwingend für den Ablauf von Stoffwechselreaktionen im Organismus erforderlich sind. Die bei der Medikamenteneinnahme auftretenden Mängel können über die Nahrung allein nicht aufgefangen werden.  Somit ist der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll.

Welche Arzneimittel spielen dabei eine besondere Rolle?

1.       Statine werden zur Senkung von Blutfetten insbesondere des Cholesterins eingesetzt. Dabei wird jedoch die Nachproduktion des körpereigenen Coenzym Q10  ebenfalls gehemmt, was zu Müdigkeit,  Schwäche und Muskelschmerzen führt. Insbesondere bei alten Menschen steigt dadurch auch das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken.

2.       Die jahrelange Gabe von Metformin, Protonenpumpeninhibitoren und oralen Kontrazeptiva hemmen die Aufnahme  von Vitamin B12 in den Körper.

Vereinfachend zusammengefasst ist Vitamin B12 wichtig für die Zellteilung, die Blutbildung sowie die Funktion des Nervensystems. Der entstehende Mangel an Vitamin B12 führt dabei  insbesondere zu nervlichen Problemen wie Polyneuropathie, Blutarmut (so genannte Anämie) sowie Störungen von Schlaf und Wachheit. Besonders gefährdet sind dabei ältere Menschen ab 60 Jahren, strenge Vegetarier sowie Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen.

3.       Glucocorticoide werden vor allem zur Entzündungshemmung zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen und zur Absenkung der Immunfunktion zum Beispiel bei Transplantationen, Autoimmunerkrankungen und allergischen Asthma eingesetzt. Glucocorticoide führen aber als Nebenwirkung zum Verlust an Kalium und Magnesium im Körper.  Sie sind entscheidend daran beteiligt, die elektrische Stabilität erregbarer Zellen zu erhalten. Beide Mineralien sind deshalb wichtig, um Herzrhythmusstörungen zu verhindern. Außerdem haben sie einen wichtigen Einfluss auf den Säuren-Basen-Haushalt.


Wie können diese Defizite ausgeglichen werden?

Für die entstehenden Mängel können Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. In Abhängigkeit von Medikament und Begleiterkrankungen kommen vor allem in Frage:

Die Einnahme entsprechender Präparate sollten Sie bitte mit einem Therapeuten (Arzt, Heilpraktiker) Ihres Vertrauens besprechen. Das Nebenwirkungsrisiko ist in der Regel zu vernachlässigen.


FAZIT II
:  Nebenwirkungen von Medikamenten sind häufig. Bestimmte Medikamente führen unter anderem zu speziellen Mikronährstoffmängeln. Diese können durch geeignete Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.

Druckbare Ansicht