Steinzeitkost

LoGI = Essen wie in der Steinzeit

Die Bedeutung einer gesunden Ernährung stellte schon Hippokrates (460-377 v. Chr.) fest: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

In der Nationalen Verzehrstudie aus den Jahren 2005 bis 2007 zeigte sich, dass mittlerweile die Hälfte der Frauen und zwei Drittel der Männer in Deutschland übergewichtig ist. Jeder fünfte Bundesbürger ist laut dieser Studie sogar fettleibig.

Was machen wir also falsch?

Ein Blick in die Steinzeit gibt uns erste Hinweise.

Nahrungsquelle der Jäger und Sammler war damals alles, was sich im natürlichen direkten Umfeld finden ließ: Pflanzen, Früchte, Samen, Wurzeln, Pilze genauso wie Honig, Eier, Fleisch, Fisch und Weichtiere.

Moderne Untersuchungen haben ergeben, dass die steinzeitlichen Menschen etwa zwei Drittel ihrer Energie aus tierischer Nahrung bezogen und nur ein Drittel aus pflanzlicher Quelle. Vor 10.000 Jahren begannen die Menschen dann mit Ackerbau und stellten ihre Ernährungsgewohnheiten um.

Heute haben wir die Energiedichte (Quotient aus Gewicht und Brennwert) unserer Nahrungsmittel drastisch erhöht und den Gehalt an Mikronährstoffen abgesenkt. Im Gegenzug bewegt sich der Bundesbürger viel zu wenig, wird immer älter und setzt sich immer mehr Stress aus. Damit sinkt der Grundumsatz (= Energiemenge, die der Körper pro Tag bei völliger Ruhe, 28 °C und nüchtern zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen benötigt). Heute benötigen ein deutscher Mann 2500 und eine deutsche Frau 2000kcal pro Tag. In der Steinzeit lag der Energiebedarf bei ca. 6000kcal täglich.

Die energetische Bewältigung der neuzeitlichen Alltagsbelastung kann problemlos aus Fett und Eiweiß gedeckt werden. Kohlenhydrate befördern insbesondere die körpereigene Fettbildung. Aus diesem Wissen heraus entwickelte die US-amerikanische Havard University die sogenannte LoGI-Methode (= Low Glycemic Insulinemic diet).

Diese Ernährungsmethode fördert niedrige Blutzucker- und Insulinwerte. Die LoGI-Methode ist somit insbesondere für den „normalen“ Neuzeitmenschen zu empfehlen. Bei schweren Grunderkrankungen sollte man im Vorfeld einen versierten Ernährungsmediziner beziehungsweise Ernährungsberater kontaktieren.

Auffallend ist, dass diese Ernährungspyramide im Vergleich zur empfohlenen Pyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auf dem Kopf steht. Sie reduziert also den Kohlenhydratanteil drastisch auf 40 und erhöht dafür den Eiweißanteil auf 30 Prozent.

LoGI-Pyramide.jpg

Folgende Empfehlungen sind für die einzelnen Stufen zu berücksichtigen:

Stufe 4

Getreideprodukte aus raffiniertem Mehl (Weißmehl) wie Weißbrot und -brötchen, Kartoffeln, Kartoffelprodukte, geschälter Reis, Süßwaren und gesüßte Erfrischungsgetränke nur selten oder gar nicht verzehren

Stufe 3

Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Nudeln, Mais und brauner Reis nur in Maßen. Verzehr nach der Faustregel: Je dicker der Bauch und je geringer die sportliche Aktivität, desto weniger Kohlenhydrate

Stufe 2

Abwechslung der Eiweißquellen: Fleisch, Fisch, Meerestiere, Milch- und Milchprodukte (Beachte eventuelle Unverträglichkeiten, keine Magerstufen), Hülsenfrüchte, Nüsse, Eier regelmäßig

Basis

2 Portionen zuckerarmes Obst und 3 Portionen stärkefreies Gemüse und Salate (1Portion = 125g Rohmasse), entspricht also ca. 600g Obst und Gemüse täglich, hochwertige Öle wie Olivenöl und Rapsöl großzügig in die Mahlzeiten integriert

Häufige Bedenken bestehen insbesondere bezüglich einer eventuellen Übersäuerung des Körpers. Diese ist unbegründet, denn einerseits liefern Obst und Gemüse ausreichend Basen und andererseits führen auch bestimmte Kohlenhydrate zum Säureüberschuss. Natürlich kann der Säure-Basen-Haushalt auch durch Bewegung und ausreichendes Trinken von Wasser positiv beeinflusst werden. Das sollte man auch in den Alltag integrieren.

Weiterführende Informationen finden Sie unter anderem unter www.logi-methode.de.

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