elektromagnetische Felder

Mögliche gesundheitliche Störungen durch elektromagnetische Felder

In den letzten zehn Jahren ist es durch die zunehmende Mobilität unserer Gesellschaft zu einer deutlichen Zunahme elektromagnetischer Felder in der Umwelt gekommen. Mobilfunk, Wireless LAN und digitales terrestrisches Fernsehen sind Beispiele hierfür. In Deutschland gab es allein 113 Millionen Mobilfunkanschlüsse Ende 2012. 2012 gab es für die flächendeckende Verwendung knapp 86.000 Funkanlagenstandorte in Deutschland. Außerdem werden derzeit die vierte Mobilfunkgeneration (LTE) und „intelligente“ Strom-, Gas- und Wasserzähler („smart metering“) in Deutschland ausgebaut.

Während die deutsche Bundesregierung bislang eine negative Wirkung von elektromagnetischen Feldern für die Bevölkerung von sich wies, wurden aufgrund der Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission von 2010 und der Beschlüsse des europäischen Rates neue Vorschriften am 27.02.2013 in Kraft gesetzt. Diese beschränken sich jedoch derzeit lediglich auf gewerblich betriebene Funkanlagen.

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Als bisherige Begründung für die fehlende negative Wirkung elektromagnetischer Felder galt, dass die Quantenenergie der Strahlung viel zu gering sei und keine thermischen Schäden auftreten.

»Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus.« Alexander von Humboldt, deutscher Naturforscher, 1769-1859

Viele Menschen sind in unterschiedlichem Ausmaß zunehmend einem "Gemisch" nieder- und hochfrequenter elektrischer, magnetischer und

elektromagnetischer Felder  unterschiedlicher Signalmuster, Intensitäten und Einwirkzeiten ausgesetzt – umgangssprachlich als Elektrosmog bezeichnet.

Insbesondere hochfrequente elektromagnetische Felder greifen störend auf den menschlichen Organismus ein. Diese bewegen sich in einem Frequenzbereich von etwa 100 kHz bis 300 GHz.

Dabei sind schnurlose Telefone und das kabellose Internet (Wireless LAN) genauso gefährlich wie die Handys, da sie die gleiche Technik verwenden. Die Basisstationen von schnurlosen Telefonen sind meist dauerhaft aktiv und strahlen somit meist rund um die Uhr.

Die Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder sind unterschiedlich (Quelle: Umwelt Medizin Gesellschaft 1/2013, unter anderem Organ der Interdisziplinären Gesellschaft für Umweltmedizin und des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner)::

Ärztinnen und Ärzte werden häufig mit unspezifischen Beschwerdebildern ohne klar erkennbare Ursache konfrontiert. Es besteht der eindeutige Verdacht, dass Umweltbedingungen wie etwa die zunehmende Aussetzung der Bevölkerung gegenüber Funkwellen daran ursächlich beteiligt sind. Die meisten funkwellen-bezogenen Symptome fallen in den Bereich so genannter stressbezogener Beschwerden, zum Beispiel Schlafstörungen, Müdigkeit, Erschöpfung, Energielosigkeit, innere Unruhe, Herzklopfen, Blutdruckprobleme, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Depressionen, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Angstgefühl, Schwindel, Tinnitus, Kopfdruck.

Die klassische umweltmedizinische Diagnostik beschränkt sich dabei in aller Regel auf den Nachweis der Folgen. Ein sehr guter Nachweis der Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Feldern kann über den reaktiven Muskeltest durchgeführt werden. Über die Funktionsmedizin können auch eventuelle individuelle Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Weitere Informationen zum Thema Gefahren durch Funkstrahlung erhält man auch unter

http://freiburger-appell-2012.info/de

http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu/2014/11/26/europaeische-expertengruppe-der-europaem-erarbeitet-emf-guideline

FAZIT: Elektromagnetische Felder sind ein ernst zunehmendes Thema in unserer heutigen Zeit. Über entsprechende Untersuchungsmethoden kann man eine eventuelle Überempfindlichkeit abklären und eventuelle Gegenmaßnahmen ergreifen.

 

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