Chronische Entzündung

Zu denchronisch-entzündlichen Erkrankungen zählen Allergien, Autoimmunerkrankungen, entzündliche Darm- oder Hauterkrankungen, die Parodontitis und spezielle Erkrankungen des Nervensystems. Diese Erkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen:

 

chr.Entzündung.jpg

Bach JF. The effect of infections on susceptibility to autoimmune and allergic diseases. N Engl J Med. 2002;347:911-20.

 

Die beteiligten Umweltfaktoren sind keineswegs bei allen Erkrankungen dieselben. Zu erwähnen wären unter anderem Schwermetalle wie Amalgam, Weichmacher aus Kunststoffen, Nikotin und Funkwellen. Aber auch längere psychische Belastungen spielen eine wichtige Rolle. Es wurde deutlich, dass es sich nahezu immer um komplexe Mehrfachbelastungen handelt und dass ihr Einfluss von den individuellen Eigenschaften des betroffenen Patienten abhängt. Die Erbanlagen sind dabei nur zu ca. 20 Prozent beteiligt.

Entzündungen sind normalerweise zeitlich kurz befristete, selbstregulierende biologische Prozesse. Sie dienen dem Schutz des Körpers vor störenden Umwelteinflüssen. Typisches Beispiel ist ein in den Finger eingezogener Holzsplitter, der aus dem umliegenden Gewebe wieder herauseitert. Chronisch-entzündliche Erkrankungen hingegen entwickeln sich über Monate bis Jahre. Meist verursachen sie lange keine Beschwerden. Unterhalten wird das Ganze durch oxidativen und nitrosativen Stress. Das Nerven- und Hormonsystem sind bei diesem Prozess meist einbezogen. Körpereigene Gewebe werden schließlich in ihrer Funktion gestört, im schlimmsten Fall auch zerstört.

Die verschiedenen Entzündungstypen lassen sich heute durch geeignete Untersuchungsmethoden in Speziallabors messen und auch in ihrem Verlauf sehr gut kontrollieren.

Neben der Ausschaltung auslösender Umweltfaktoren spielen in der Behandlung entzündungshemmende Substanzen eine große Rolle. Zu nennen sind hier insbesondere:

Allesamt sind sie natürlichen Ursprunges und haben sehr selten Nebenwirkungen. Auch bei der Auswahl des geeigneten Mittels gibt es starke individuelle Unterschiede. Der passende Wirkstoff lässt sich oft

durch eine Blutuntersuchung, idealerweise aber mit Hilfe des adaptativen Muskeltests und einem Testprotokoll der Funktionsmedizinfinden.

Nach einer Einnahme über mehrere Wochen lässt sich meist eine deutliche Verbesserung bis vollständige Rückbildung der Entzündung nachweisen.

FAZIT: Chronische Entzündungen spielen bei vielen modernen Erkrankungen eine große Rolle. Man kann diese heute laborchemisch verlässlich nachweisen. Neben der Ausschaltung von Ursachen kommen entzündungshemmende Substanzen in der Therapie zum Einsatz.

Druckbare Ansicht