Winterdepression

Die Winterdepression ist eine depressive Störung, die im Winterhalbjahr auftritt. Sie wurde bereits in der Antike beschrieben. Als Erkrankung ist sie erst seit ca. 20 Jahren anerkannt. Etwa neun Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an Winterdepressionen. Dabei sind dreimal mehr Frauen als Männer betroffen. Im Durchschnitt wird die Krankheit wegen ihrem mangelhaften Bekanntheitsgrad erst zehn Jahre nach dem ersten Auftreten als solche erkannt.

Die Störung ist geprägt von  gedrückter Stimmung, Reduzierung des Energieniveaus und Ängstlichkeit. Hinzukommen häufig eine Verlängerung der Schlafdauer, verstärkter Appetit auf Süßigkeiten und andere Kohlenhydrate sowie Gewichtszunahme.

Die oben beschriebene Symptomatik resultiert aus niedrigen Serotonin-Spiegeln im Gehirn. Serotonin ist ein Botenstoff, der im Gehirn unter Beteiligung von Tageslicht aus der Aminosäure Tryptophan  gebildet wird. Das Tageslicht wird über die Sehbahn vermittelt und erklärt die hohen Wirkspiegel am Tag. In der Nacht wird dann Serotonin zu Melatonin umgewandelt. Da im Winter die Lichteinstrahlung geringer ist, können die Serotoninspiegel stark absinken.

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Winterdepressionen sind sehr gut behandelbar. Folgende Behandlungsmöglichkeiten bestehen:

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Die Lichttherapie und die eventuelle Zufuhr an 5-HTP sollten im Winterhalbjahr täglich durchgeführt werden, auch wenn der positive Effekt nach wenigen Tagen bis einigen Wochen bereits eintritt.

FAZIT:  Winterdepressionen sind relativ häufig, werden aber oft spät erkannt. Mit einfachen Mitteln sind Winterdepressionen gut behandelbar.

Mit Hilfe des adaptativen Muskeltests und der Funktionsmedizin kann man die Diagnose früh stellen und geeignete therapeutische Mittel austesten. Sprechen Sie uns deshalb bitte an.

 

 

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