Herzratenvariabilität (HRV)

Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahrzehnten die Bedeutung des vegetativen Nervensystems für die Entstehung von Krankheiten erforscht und mit der Herzratenvariabilität einen verlässlichen Parameter gefunden, mit dem der Funktionszustand des vegetativen Nervensystems erfasst werden kann.

Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Anteilen:
1. Sympathikus: Er dient der Aktivität und Arbeit. Alle Funktionen des Körpers werden bei Aktivität des Sympathikus auf die Anforderungen von zu leistender Arbeit angepasst.
2. Parasympathikus: Sein Nutzen liegt in der Regeneration und eventuellen Anpassung nach Belastungen.

Die Voraussetzung für das Funktionieren unserer Organsysteme ist der ausgewogene Wechsel zwischen Sympathikus und Parasympathikus. Leider ist in unserer heutigen Zeit bei vielen die Aktivität des Sympathikus stressbedingt dominant. Eine ausreichende Aktivität des Parasympathikus ist jedoch der beste Schutzfaktor für die Gesundheit. Die meisten stressbedingten Störungen äußern sich zuallererst in einer verminderten Aktivität des Parasympathikus.

 Eine Dominanz des Sympathikus zeigt sich u. a. durch folgende Funktionsstörungen:

Besteht die Dominanz des Sympathikus über einen längeren Zeitraum, entstehen zunächst Funktionsstörungen und im späteren Verlauf Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat chronischen Stress bereits zur größten Gesundheitsgefahr unseres Jahrhunderts erklärt.

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Mit der Messung der Herzratenvariabilität lassen sich Sympathikus und Parasympathikus ausreichend beurteilen. Die Herzratenvariabilität misst die Schwankungen der Herzfrequenz. Dabei sind die Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen von entscheidender Bedeutung. Die Herzschläge werden in sitzender Position über einen Brustgurt mit einer Zeitdauer von circa sieben Minuten gemessen und an einen Rechner weitergeleitet. Anschließend erfolgt eine sofortige statistische Auswertung mit Interpretation des Zustandes von Sympathikus und Parasympathikus.

Bei auffälligen Befunden kann im Anschluss ein entsprechendes therapeutisches Mittel probehalber eingesetzt werden und eine sofortige Verlaufskontrolle den Effekt überprüfen.

Wer sollte sich messen lassen? – unter anderem Menschen mit:

Die Messungen eignen sich sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapiekontrolle. Die Auswertung erfolgt in einer einfachen grafischen Darstellung, kann zeitnah ausgewertet und unverzüglich per E-Mail an den Patienten weitergeleitet werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.vnsanalyse.de

Die Messung der Herzratenvariabilität kann in meiner Praxen durchgeführt werden. Die Kosten für die Messung der Herzratenvariabilität werden nach den Empfehlungen der Bundesärztekammer abgerechnet und von den privaten Krankenkassen übernommen.

Fazit:Die Erkennung von Störungen des vegetativen Nervensystems durch Messung der Herzratenvariabilität ermöglicht die frühzeitige Vermeidung von gesundheitlichen Störungen.

 

 

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